-
1926 – 1930
Im August 1926 entschlossen sich vier Männer, einen Schützenverein zu gründen. Die Männer der ersten Stunde waren Christian Tüting, Adolf Uhde, Hermann Sander und Carl Dresselmann. Unter dem Motto „Die Ruhe siegt" trafen sich schon bald schießsportbegeisterte Männer auf dem Schießstand in der Nordstadt, der 1928 beim Schützenfest seine feierliche Einweihung erfuhr. Anlässlich dieses Festaktes waren die Schützenvereine „Königstor", „Sandtrift Hahler Straße", „Rechtes Weserufer", „Meißen" und „Dankersen" eingeladen.
Nach dem Einholen des alten Schützenpräsidenten, Gastwirt Uhde, setzte das Präsidentenschießen auf dem neu angelegten Schießstand ein. Nach etwa 2-stündigem Ringen erschoss sich Tischlermeister Wilhelm Gieseking die Präsidentenkrone. Als Präsidentin erkor er sich Friederike Lüttge.
1930 wurde die auch heute noch vorhandene Vereinsfahne angeschafft, die im März desselben Jahres feierlich den Schützen übergeben wurde.
-
1930 – 1939
Im Jahre 1931 richtete die Gilde das Bundesschiessen aus — ein erster überregionaler Höhepunkt im Verbund der Schützenvereine.
Trotz einschneidender Bestimmungen — bedingt durch die veränderten politischen Verhältnisse in Deutschland — konnte die Gilde im Jahr 1936 das 10-jährige Jubiläum feiern. Nach dem Schützenfest 1939 kamen die Aktivitäten des Vereins dann für einen langen Zeitraum vollständig zum Erliegen.
-
1951 – 1960
Obwohl der Krieg große Lücken in die Reihen der Mitglieder geschlagen hatte, fanden sich Anfang 1951 wieder Schützenbrüder zusammen, die den Mut hatten, die Gilde für eine Wiedergründung vorzubereiten. Der erste Vorsitzende nach dem II. Weltkrieg war Ludwig Grannemann.
1952 übernahm Friedrich Tasche als Vorsitzender die Vereinsgeschicke. Ältestenrat und Jugendgruppe wurden ins Leben gerufen. Bei den Bezirksmeisterschaften stellte der Verein die beste Mannschaft. Beim Bundespokalschiessen 1953 stellte man in der B-Gruppe den Pokalsieger.
-
2001 – 2014
In den Jahren bis zur Fusion wurde die Zusammenarbeit mit der Schützengilde Stiftsallee-Feldmark intensiviert. Gemeinsame Veranstaltungen und eine wachsende Freundschaft zwischen beiden Gilden ebneten den Weg für die historische Fusion.
Im Jahr 2014 verschmolzen die Schützengilde „Ruhe siegt" Linkes Weserufer e.V. und die Schützengilde Stiftsallee-Feldmark e.V. zur Schützengilde Minden-Nordstadt e.V. — mit dem gemeinsamen Ziel, den Schützensport und die Tradition auch für die kommenden Generationen zu erhalten.